Welche Möglichkeiten
zur Allergiebehandlung gibt es?
Die Behandlung von Allergien richtet sich danach, wie heftig die
Beschwerden sind und wie häufig sie auftreten. Grundsätzlich
ist zwischen 3 Strategien zur Bekämpfung der Allergie zu unterscheiden.
Die Vermeidung des Kontaktes mit Allergenen („Allergenkarenz“)
stellt die Basis der Behandlung dar. Da es aber nicht immer möglich
ist, dem jeweiligen Allergen sicher aus dem Weg zu gehen, müssen
in vielen Fällen andere Methoden zur Behandlung der Allergie
ins Auge gefasst werden.
Ansatzpunkt: Auslöser
Vermeidung des Allergens (Allergenkarenz)
Stoffe, die als Auslöser der allergischen Beschwerden vermutet
werden, müssen gemieden werden. Diese Maßnahme kann einen
Berufswechsel (z.B. bei Mehlstauballergie), die Abgabe von Haustieren,
eine Wohnungssanierung oder eine spezielle Diät erfordern.
Klimatherapie
Das Hochgebirgsklima wirkt sich sehr vorteilhaft auf allergische
Beschwerden aus. Die trockene, kühle und pollenarme Luft kann
insbesondere bei allergischem Asthma und Neurodermitis zu einer
deutlichen Linderung der Beschwerden führen. Hausstaubmilben
und Schimmelpilze fühlen sich im Hochgebirge nicht wohl, daher
sind diese Gebiete sehr arm an diesen Allergenen.
a) Hyposensibilisierung
Sinn und Zweck
Das Ziel der Hyposensibilisierung, die auch als „Allergieimpfung“
bezeichnet wird, ist die Gewöhnung an ein Allergen. Als Therapieerfolg
kann dabei eine Linderung der Symptome sowie ein verminderter Verbrauch
von Medikamenten gelten.
Wie wird´s gemacht?
Die Verträglichkeit eines Stoffes im Körper eines Patienten
soll nach und nach gesteigert werden. Dazu werden ansteigende Mengen
des Allergens (in Form eines verdünnten Allergenextraktes)
unter die Haut gespritzt. Bei einer alternativen Anwendungsform
muss das Allergenextrakt über eine gewisse Zeit unter der Zunge
gehalten werden.
Wie lange dauert diese Behandlung?
Für eine erfolgreiche Hyposensibilisierung wird eine Behandlungsdauer
von mindestens 2 bis höchstens 5 Jahren empfohlen. Die Dauer
der Therapie schwankt von Fall zu Fall und hängt natürlich
davon ab, wie gut der Patient die verabreichten Allergene verträgt
und wie schnell sich eine Verbesserung der Beschwerden einstellt.
b) Medikamentöse Behandlung
Durch eine medikamentöse Behandlung kann keine Heilung erreicht
werden. Ziel ist es jedoch, eine weitgehende Beschwerdefreiheit
zu erreichen. Verschiedene Wirkstoffgruppen stehen zur Verfügung,
die auf unterschiedlichen Wegen die Symptome bekämpfen.
c) Naturheilverfahren
Akupunktur, Eigenbluttherapie
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