Photodynamische Therapie
Die photodynamische Therapie ist angezeigt bei
- Aktinischen Keratosen (Lichtverursachte Vorstufen des hellen
Hautkrebses), insbesondere bei ausgedehntem flächigen Befund
- Morbus Bowen (Krebsvorstufe)
- Oberflächlichem Basaliom (heller Hautkrebs)
Die Photodynamische Therapie ist eine relativ
neue Behandlungsmethode in der Praxis. In den Hautkliniken wird
sie bereits seit ca. 10 Jahren durchgeführt. Sie basiert auf
der Beobachtung, dass krebsartig veränderte Gewebe/Zellen
5-Amino-Laevulinsäure, einen sog. Photosensibilisator, selektiv
anreichern, sodass verstärkt sog. Porphyrine gebildet
werden. Bei der nachfolgenden Behandlung mit Grün- oder Rotlicht
werden diese Porphyrine aktiviert, sodass in den Zellen
Energie entsteht, die diese Zellen zerstört.
Eine Behandlung dauert mit Auftragen des Lichtsensibilisators,
der Einwirkzeit und der Bestrahlungsdauer gut 4 Stunden. Unter der
Bestrahlung kann es zu einem brennenden Hitzegefühl kommen,
das jedoch in der Regel gut zu ertragen ist. Sollten Sie das Brennen
als sehr unangenehm empfinden, werden wir entsprechende Maßnahmen
ergreifen, um Ihnen die Behandlung so angenehm wie möglich
zu gestalten. Nach der Behandlung schält sich die Haut ähnlich
wie nach einem Sonnenbrand. Je nach Stärke der Reaktion kann
dies 2-7 Tage dauern. In dieser Zeit ist intensive Pflege und Sonnenschutz
erforderlich.
Mit dieser Behandlung kann eine ausgedehnte Operation
vermieden und eine narbenfreie Abheilung erreicht werden.
Die Behandlung wird von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen.
Die privaten Krankenkassen wie auch die Beihilfe erstatten die Behandlung
in der Regel. Wir empfehlen Ihnen jedoch, die Kostenübernahme
im Vorfeld zu klären. Dabei unterstützen wir Sie gerne.
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